Biskuitkuchen im Wasserbad
Ursprung des Rezepts
Das Backen im Wasserbad (Bain-Marie) hat in der europäischen Küche eine lange Tradition und wurde in der Konditorei für feine Desserts wie Brandteig und Soufflés häufig verwendet. Im 19. Jahrhundert hielt diese Methode Einzug in die russische Küche, insbesondere in Adelshäusern, wo man luftige, saftige Biskuitkuchen ohne verbrannte Kruste schätzte. Biskuitkuchen aus dem Wasserbad ist eine moderne Interpretation dieser Tradition: Durch langsames, gleichmäßiges Erhitzen geht der Teig sanft auf, behält seine zarte Textur und wird nicht ausgetrocknet. Dieser Kuchen dient oft als Basis für Honigkuchen, Käsekuchen oder getränkte Kuchen, aber auch pur begeistert er mit seiner samtigen Textur und Leichtigkeit. Dieses Rezept ist besonders beliebt bei allen, die eine Alternative zu trockenen, gekauften Kuchen suchen und zu Hause professionelle Ergebnisse erzielen möchten.
Was benötigt man zum Kochen?
Zutaten
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Eier
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Saure Sahne (20 % Fett, 15 % sind möglich)
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Mehl
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Zucker
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Vanillezucker
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Backpulver
Küchenutensilien
- Schüsseln
- Backblech
- Mischer
- Schulterblatt
- Küchenwaage
- Mehlsieb
- Gugelhupfform oder runde Backform (20–22 cm Durchmesser)
Schritt-für-Schritt-Rezept:
Schritt 1:
Schlagen Sie vorsichtig 4 Eier auf und trennen Sie das Eigelb vom Eiweiß. Geben Sie das Eigelb in eine Schüssel und das Eiweiß in eine andere.
Schritt 2:
100 g saure Sahne in die Schüssel mit den Eigelb geben. Mit einem Schneebesen oder Mixer glatt und schaumig schlagen.
Schritt 3:
80 g Mehl abmessen und durch ein Sieb direkt in die Eigelbmischung sieben. ½ Teelöffel Backpulver und 1 Teelöffel Vanillezucker hinzufügen. Vorsichtig mit einem Spatel unterheben.
Schritt 4:
Nach Belieben kann Puderzucker hinzugefügt werden.
Schritt 5:
In einer separaten Schüssel die Eiweiße mit 30 g Zucker steif schlagen. Die Eiweiße sollten fest, glänzend und formstabil sein.
Schritt 6:
Die Zutaten vermengen: Ein Drittel des geschlagenen Eiweißes vorsichtig mit einem Spatel von unten nach oben unter die Eigelbmischung heben. Anschließend das restliche Eiweiß hinzufügen und erneut vorsichtig unterheben.
Schritt 7:
Eine Backform mit Butter einfetten. Den Teig hineingießen und die Form leicht schütteln, um die Oberfläche zu glätten.
Schritt 8:
Den Kuchen backen: Die Backform auf ein mit Wasser gefülltes, hohes Backblech stellen und in den vorgeheizten Backofen (170 °C) schieben. 35–40 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Kuchen gar ist; er sollte sauber herauskommen.
Schritt 9:
Lassen Sie den Kuchen nach dem Backen 10 Minuten in der Form abkühlen, bevor Sie ihn herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Schritt 10:
Servieren Sie den Biskuitkuchen in Stücke geschnitten.
Kochtipps:
Verwenden Sie kalte Eier – sie lassen sich besser mit Eiweiß verquirlen, und das Eigelb trennt sich leichter vom Eiweiß.
Schlagen Sie das Eiweiß in einer trockenen, fettigen Schüssel – schon ein Tropfen Wasser oder Fett kann die Bildung von Spitzen verhindern.
Das Mehl sieben – dadurch werden Klumpen entfernt und der Teig mit Luft angereichert, was den Kuchen luftiger macht.
Den Teig vorsichtig vermengen – durch plötzliche Bewegungen kann Luft aus dem Eiweiß entweichen, und der Kuchen wird zu fest.
Die Form nicht zu stark einfetten – eine dünne Ölschicht genügt, sonst könnte der Kuchen kleben bleiben.
Öffnen Sie den Ofen die ersten 25 Minuten nicht – ein plötzlicher Temperaturwechsel könnte dazu führen, dass der Kuchen zusammenfällt.
Servieren Sie den Kuchen bei Zimmertemperatur – dann ist er am zartesten und aromatischsten.
In einem luftdichten Behälter aufbewahren – der Kuchen bleibt bis zu 3 Tage weich, schmeckt aber am besten am ersten Tag.
