Kirschgelee
Ursprung des Rezepts
Die uns als süße Nachspeise bekannten Früchte- und Beeren-Kissels wurden erst im 19. Jahrhundert zubereitet, als in Russland preiswerte Kartoffelstärke verfügbar wurde. Für diese Art von Kissel wird die Stärke einfach mit Wasser verdünnt und in kochenden Fruchtsirup gegeben. Dieses deutlich weniger aufwendige Gericht wurde schnell in wohlhabenden Haushalten beliebt und verbreitete sich dann im ganzen Land, wo es nach und nach die traditionellen russischen Kissels verdrängte. Moderne Kissels werden mit frischen, gefrorenen oder getrockneten Früchten und Beeren zubereitet, darunter Hagebuttenaufguss, Beerensaft oder -sirup, Marmelade, Honig, Kaffee, Milch oder Sahne. Neben Zucker werden Kissels auch Gewürze beigefügt: Vanillin (französische Variante), Orangenschale, Nelken und Zimt (eine beliebte deutsche Variante).
Was benötigt man zum Kochen?
Zutaten
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Wasser
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Zucker
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Kirsche
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Stärke
Küchenutensilien
- Schüssel
- Löffel
- Pot
- Sieb
- Tasse
Schritt-für-Schritt-Rezept
Schritt 1:
750 ml Wasser aufkochen, Zucker und Beeren hinzufügen.
Schritt 2:
Die Stärke mit den restlichen 100 ml kaltem Wasser verdünnen.
Schritt 3:
Gießen Sie die verdünnte Stärke unter ständigem Rühren schnell in einem dünnen Strahl in kochendes Wasser.
Schritt 4:
Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und sofort vom Herd nehmen.
Schritt 5:
Das Gelee ist fertig! Leicht abgekühlt oder komplett kalt servieren.
Kochtipps
Die Dicke des Gelees wird durch die Stärkemenge reguliert (je mehr Stärke enthalten ist, desto dicker ist das Gelee).
Das Rezept sieht Kartoffelstärke vor, die gängigste Stärke. Wenn Sie Maisstärke verwenden, beachten Sie, dass diese schwächer ist und Sie die doppelte Menge an Kartoffelstärke benötigen. Kartoffelstärke sollte nicht gekocht werden, Maisstärke hingegen muss drei bis vier Minuten gekocht werden, um anzudicken.
Sie können anstelle von Kirschen auch andere Beeren verwenden, aber denken Sie daran, dass die Zuckermenge je nach Säuregehalt der Beeren variieren sollte. Außerdem hängt die Zuckermenge vom Stärkegehalt ab – je dicker das Gelee sein soll, desto mehr Zucker benötigen Sie.
Falls Sie Beeren mit Kernen verwenden (Johannisbeeren, Himbeeren), sollten Sie nach dem Kochen die Gelatinebasis abseihen und die Stärkesuspension in die abgeseihte Brühe gießen.
Eine interessante Ergänzung zur Sauerbeerbasis sind Rosinen, die gründlich in heißem Wasser abgespült werden. Sie werden etwa 5 Minuten in der abgeseihten Flüssigkeit gekocht, anschließend wird eine Stärkesuspension hinzugefügt. Diese Variante kann auch ohne Zucker zubereitet werden; die Süße lässt sich durch die Menge der Rosinen variieren.
Beim Abkühlen bildet sich meist eine dicke Haut. Um dies zu verhindern, bestreuen Sie die Oberfläche des Gelees direkt nach dem Kochen mit Puderzucker.
